- Anna Bochkova
- Sijin Jung
- Chunkook Lee
- Yongbin Lee
- 05—21.11.2026
- Sturmfrei
- Opening 5 November, 6 pm
Opening
Donnerstag, 5. November
Roundtable Talk mit den Künstler*innen
Dienstag, 10. November, 19 Uhr
SUSSUDIO zeigt im Rahmen einer Kollaboration mit dem koreanischen Artspace Studiya (Seoul) die Ausstellung STURMFREI. Vier Künstler*innen setzen sich darin mit der Instabilität auseinander, die entsteht, wenn etablierte Strukturen sich aufzulösen beginnen und das Gefühl, vertraute Regeln zu überschreiten, fast wie eine Befreiung wirken kann. Der deutsche Begriff «sturmfrei» bezieht sich ursprünglich auf einen Zustand, der frei von äußeren Angriffen, Besetzungen oder Störungen ist. Heute beschreibt er auch ein vorübergehendes Gefühl der Freiheit, das in Abwesenheit von Überwachung oder Einmischung entstehen kann.
Ausgehend von diesem ambivalenten Zustand bieten die Skulpturen und Installationen von Anna Bochkova, Sijin Jung, Chunkook Lee und Yongbin Lee weder das Versprechen vollständiger Befreiung noch Gewissheit über die Zukunft. Stattdessen richten sie den Blick auf jene Formen von Beziehung, die möglich werden, sobald etablierte Strukturen ins Wanken geraten. Was bleibt, ist eine Zeit, die sich weder als Chaos noch als Paradies begreifen lässt. Löst sich darin die Utopie in ein gescheitertes Versprechen auf, oder bleibt sie als Möglichkeit bestehen, die noch verwirklicht werden muss?
As part of a collaboration with the Korean art space Studiya (Seoul), SUSSUDIO presents the exhibition STURMFREI. Four artists explore the instability that occurs when established structures begin to loosen and a sense of stepping outside familiar rules can feel close to liberation. The German term «sturmfrei» originally refers to a condition free from external attack, occupation, or disturbance. Today, it can also describe a temporary sense of freedom experienced in the absence of surveillance or interference.
Taking this ambivalent condition as point of departure, the sculptures and installations by Anna Bochkova, Chunkook Lee, Sijin Jung and Yongbin Lee do not offer the promise of complete liberation or certainty about the future. Instead, they turn toward the kinds of relations that might become possible once established structures begin to shift. What remains is a time that can be defined neither as chaos nor as paradise. Within it, does utopia dissolve into a failed promise, or does it persist as a possibility that has yet to be realized?